(Crocodylus niloticus)

STATUS:
Vom Aussterben bedroht.

BESCHREIBUNG:
Ein großes, eidechsenartiges Reptil mit vier kurzen Beinen und einem langen, muskulösen Schwanz. Die Haut ist rau und geschuppt. Jungtiere sind dunkeloliv bis braun mit dunkleren Kreuzbändern auf Körper und Schwanz. Ausgewachsene Tiere sind gleichmäßig dunkel mit dunkleren Kreuzbändern auf dem Schwanz.

GRÖSSE:
Nilkrokodile erreichen eine Länge von 5 bis 6 Metern. Ausgewachsene Tiere beiderlei Geschlechts wiegen meist mehr als 225 kg.

POPULATION:
Vom USFWS (United States Fish and Wildlife Service) als vom Aussterben bedroht geführt und durch die CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) je nach Population und Land geschützt.

LEBENSERWARTUNG:
In freier Wildbahn durchschnittlich 45 Jahre, in Gefangenschaft bis zu 80 Jahre.

VERBREITUNG:
Im tropischen und südlichen Afrika und Madagaskar.

LEBENSRAUM:
Kommen in Flüssen, Süßwasser- und Mangrovensümpfen sowie Flussmündungen vor. Der Kaltblüter-Stoffwechsel eines Krokodils ist unglaublich effizient. Ein großes Krokodil mit mehr als 900 kg Körpergewicht kann lange überleben, ohne fressen zu müssen!

NAHRUNG:
Bis zu 70 % der Nahrung ausgewachsener Tiere besteht aus Fisch, jedoch können auch Zebras, Nilpferde, Stachelschweine, Pangolins und wandernde Gnus zu ihrer Beute gehören.

SOZIALVERHALTEN:
Krokodile jagen aus dem Hinterhalt. Sie warten darauf, dass sich Fische oder Landtiere nähern, und greifen dann blitzartig an. Als Kaltblüter können sie lange Zeit ohne Nahrung überleben und müssen nur selten aktiv jagen. Die Beißkraft eines Krokodils beträgt bis zu 210 kg/cm2. Im Gegensatz dazu erreicht ein Labrador nur 7 und ein großer Hai 25 kg/cm2. Trotz ihrer gemächlichen äußeren Erscheinung sind Krokodile die erfolgreichsten Raubtiere in ihrer Umgebung und wurden schon beim Töten von Löwen und Gnus beobachtet. Krokodile sind näher mit Vögeln und Dinosauriern als mit den meisten anderen als Reptilien eingestuften Tieren verwandt.

NACHWUCHS:
Weibchen legen ihre Eier an sandigen Küstenlinien, trockenen Flussbetten oder Flussufern in Nester. Die Brut besteht aus 25 bis 100 Eiern, die vom Muttertier mit Sand bedeckt und bewacht werden, bis die Jungtiere drei Monate später schlüpfen. Wenn junge Krokodile in Gefahr sind, nimmt das erwachsene Weibchen sie manchmal ins Maul oder den Kehlsack, um sie zu beschützen.

BEDROHUNGEN:
Die Population des Nilkrokodils ist durch Umweltverschmutzung, Jagd und das Verfangen in Fischernetzen bedroht.

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